Wieso fürstlich?

Ganz einfach, weil hier die Fürsten wohnten und was sie schufen, liebten und gründeten, uns heute ein fürstliches Vergnügen bereitet.

Die Kombi aus Tradition, traditionsliebenden Besuchern, neuer Technik und einzigartigen Landschaften schafft unvergessliches Fahrvergnügen.

Industriedenkmale, Gartenbaukunst, wissenschaftliche Entdeckungen, Musikinstrumente, Puppenspiel, religiöse Orte und Stätten augusteischer Festkultur liegen nah beieinander und am Wegesrand. Flaneure erkennen nebenbei fürstliche Pracht, schmunzeln über Verschwendung und Völlerei und lassen es sich selbst angemessen gut gehen. Gleichwohl ist dies ein touristisch noch recht unentdeckter Landstrich zwischen den Top-Destinationen Spreewald und Dresden. Daher tun Bodenständigkeit und Entdeckerfreude auch dem motorisierten Gast gut. Aber wir haben ja sowieso etwas Zeit, das hoffen wir wenigstens.

Weinberge, Brauereien, Spezialitätenrestaurants laden ein und wecken die Lust, in vergangene Zeiten abzutauchen. Bis ins 17. Jahrhundert hinein war Sachsen so mächtig und bedeutend, dass es als geographischer Begriff für den nördlich der Alpen liegenden Teil des Heiligen Römischen Reiches galt. Die Schlacht bei Torgau 1760 beendete den Siebenjährigen Krieg und damit begann der Machtwechsel. Preußen hatte sich durch den Krieg als fünfte Großmacht im europäischen Mächtekonzert etabliert und Sachsen in die weltpolitische Bedeutungslosigkeit gestürzt. Erst stimmt Brandenburg wie Sachsen, später ändern sich die Kräfteverhältnisse. Aufstieg und Fall.

Die Untertanen der Könige, die Fürsten, prägten Landschaft und Architektur mitnichten untertänig. Spuren derer von Kockeritz finden sich auf z.B. Schloss Schönfeld, in Elsterwerda, auf Gut Tiefenau und Gut Saathain. Wolf Caspar von Klengel wirkte auf Schloss Großenhain und an der Kapelle Schloss Moritzburg. 

Heinrich von Bunau prägte Gut Tiefenau, das Barockschloss Seußlitz. Rochus Ernst zu Lynar wirkte auf Schloss Lindenau, Schloss Lübbenau, Fürstlich Drehna, Schloss Vetschau sowie auf der Festung Peitz.

Die Liste ließe sich fortführen. Das Erleben der Zeugnisse vor Ort ist unterhaltsamer. Postmeilensäulen entlang der Fürstlichen Route zeugen von Geschäftigkeit und Reisefreudigkeit. Daran hat sich bis heute nichts geändert.